Kemeten
Die Marktgemeinde liegt im Bezirk Oberwart im südlichen Burgenland, am Eingang des Strembachtales. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kemeten im Jahr 1475, damals unter dem Namen Komyath. Diese Erwähnung gilt zugleich als historischer Ausgangspunkt der Gemeindeentwicklung. Der Ortsname stammt vermutlich aus dem Ungarischen und weist auf einen ehemaligen herrschaftlichen Wohnsitz oder befestigten Hof hin. Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Schreibweise des Namens mehrfach, was den starken historischen Einfluss Ungarns widerspiegelt. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Kemeten Teil verschiedener Grundherrschaften, darunter die Herrschaft Buchenschachen sowie später die Familie Batthyány. Die Bevölkerung lebte überwiegend von der Landwirtschaft und war über lange Zeit hohen Abgaben und Verpflichtungen unterworfen. Wie viele Orte der Region war Kemeten auch von Kriegsereignissen und wirtschaftlichen Belastungen betroffen. Bis 1921 gehörte Kemeten zu Deutsch-Westungarn, bevor es mit dem Burgenland Teil der Republik Österreich wurde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Gemeinde stetig weiter, insbesondere durch den Ausbau der Infrastruktur und öffentlicher Einrichtungen. Anlässlich des 550-jährigen Bestehens wurde Kemeten 2025 offiziell zur Marktgemeinde erhoben.
Gemeindedetails
Fläche: 20,67 km²Höhe: 305 m ü. A.Web: www.kemeten.gv.at
Orte im Gemeindegebiet
Kemeten