Die 7. Station des Kreuzwegs in Donnerskirchen – Jesus fällt zum zweiten Mal.
Die dargestellte Skulptur zeigt Jesus unter der Last des Kreuzes, im Moment seines zweiten Sturzes. Er ist kniend dargestellt, der Körper deutlich nach vorne gebeugt, das schwere Kreuz eng an sich gepresst. Die Haltung wirkt erschöpft und zugleich ergeben. Besonders eindrucksvoll ist die körperliche Spannung: Das Gewicht des Kreuzes drückt Jesus zu Boden, während Arme und Schultern sichtbar um Halt ringen.
Der Nimbus (Heiligenschein) hinter dem Kopf betont seine Heiligkeit und bildet einen ruhigen, geometrischen Kontrast zur dynamischen, leidvollen Bewegung der Figur. Die schlichte, reduzierte Ausarbeitung lenkt den Blick nicht auf Details, sondern auf das zentrale Thema: Leid, Schwäche und dennoch standhafte Hingabe. Die Stationsnummer „VII“ ist klar am Sockel angebracht.
Der Kreuzweg von Donnerskirchen ist ein traditioneller Kalvarienberg-Kreuzweg, der sich harmonisch in die Landschaft des Leithagebirges einfügt. Er besteht aus den 14 Kreuzwegstationen, die den Leidensweg Christi von der Verurteilung bis zur Grablegung nachzeichnen. Die Stationen sind als plastische Skulpturen aus Stein ausgeführt und zeichnen sich durch eine volkstümliche, zugleich ausdrucksstarke Bildsprache aus. Sie laden weniger zur distanzierten Betrachtung als vielmehr zur meditativen Andacht ein. Der Weg selbst ist bewusst als körperlicher Aufstieg angelegt – ein Symbol für den inneren Weg der Gläubigen, der Anstrengung, Besinnung und Einkehr verbindet.