Die Statue des heiligen Petrus steht am Aufgang zur Kalvarienbergkirche von Kőszeg und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist Teil der barocken Kreuzwegtradition.

Der Heilige ist in einer demütigen, knienden Haltung dargestellt. Seine Hände sind vor der Brust gefaltet, was auf Gebet oder Reue hindeutet. Der Blick ist leicht nach oben gerichtet, als würde er sich an Gott wenden. Er trägt ein schlichtes, fließendes Gewand, das in weichen Falten über seinen Körper fällt. Besonders auffällig sind die Schlüssel am Sockel der Statue – ein klassisches Symbol für Petrus. Sie stehen für die „Schlüssel des Himmels“, die ihm laut christlicher Überlieferung von Jesus übergeben wurden.

Der Heilige Petrus war einer der wichtigsten Jünger Jesu und gilt als einer der führenden Apostel des frühen Christentums. Ursprünglich war er Fischer und hieß Simon, bevor Jesus ihn „Petrus“ nannte – was „Fels“ bedeutet. Er wird traditionell als erster Papst angesehen und spielt eine zentrale Rolle in der katholischen Kirche. Trotz seiner großen Bedeutung war Petrus auch ein Mensch mit Schwächen: Berühmt ist die Stelle, an der er Jesus dreimal verleugnet – was seine spätere Reue und Stärke umso bedeutender macht. Seine Symbolik – insbesondere die Schlüssel – steht für Autorität, Verantwortung und den Zugang zum Himmelreich. Petrus verkörpert damit sowohl menschliche Fehlbarkeit als auch Glauben, Reue und Führung.

Objektfotos
Burgenland 3D - Kőszeg/Güns - Hl. Petrus
Burgenland 3D - Kőszeg/Güns - Hl. Petrus

Standort



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