Die Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz von Kittsee wurde im Jahr 1727 errichtet und zählt zu den bedeutenden barocken Kleindenkmälern des Ortes. Sie wird auch als Pestsäule bezeichnet und steht heute im Bereich des ehemaligen Dorfangers.
Das reich gestaltete Denkmal verbindet mehrere für die Barockzeit typische religiöse Motive. Am Sockel befinden sich Figuren des heiligen Rochus und des heiligen Sebastian, die beide als Schutzheilige gegen die Pest und andere Seuchen verehrt wurden. Ergänzt wird das Figurenprogramm durch einen Engel mit Christusmonogramm sowie eine Darstellung der Gottesmutter Maria.
Den oberen Abschluss bildet die Darstellung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die dem Denkmal auch seinen Namen gibt. Die Verbindung von Dreifaltigkeit, Marienverehrung und Pestheiligen ist charakteristisch für religiöse Denkmäler des 17. und 18. Jahrhunderts.
Die Säule wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach versetzt. In den Jahren 1998 und 1999 erfolgte eine umfassende Restaurierung. Heute steht das Denkmal unter Denkmalschutz und prägt weiterhin das historische Erscheinungsbild des Kittseer Hauptplatzes.