252 Treffer
49–72 von 252 · Seite 3 von 11
-
Schmerzensmann
Die Statue des Schmerzensmanns vor der Kapelle der Heiligen Magdalena in Eisenstadt ist ein eindrucksvolles Zeugnis religiöser Volksfrömmigkeit. Die Figur zeigt Christus mit Dornenkrone, leidend und von Wunden gezeichnet, und lädt zum stillen Gebet und zur Andacht ein. Die Magdalenenkapelle selbst wurde im 17. Jahrhundert errichtet und befindet sich etwas außerhalb des historischen Stadtkerns. Sie diente ursprünglich als Ort der Einkehr für Pilger und Bußgänger.
-
Trophäe
Trophäe am Haupteingang von Schloss Esterházy in Eisenstadt. Das Ornament auf einem hohen Podest besteht aus einem Stamm mit Harnisch und Helm, sieben Lanzenfahnen, einer Kanone mit Munition und Musikinstrumenten. Trophäen als Ornamente an Gebäuden gehen auf antike Siegesdenkmal zurück und fanden in der Renaissance und im Barock rege Verwendung.
-
Mithrasgrotte
Die Mithrasgrotte von Fertőrákos (Kroisbach) liegt wenige Kilometer nordöstlich von Sopron und stammt aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Das kleine römische Heiligtum war dem Gott Mithras geweiht und besitzt den typischen Aufbau eines Mithräums mit einem abgesenkten Mittelgang und seitlichen erhöhten Bänken. Das bedeutendste Ausstattungsstück ist das direkt in den Fels gearbeitete Kultrelief mit der sogenannten Tauroktonie, der Tötung des Stieres durch Mithras. Begleitet wird die Szene von Hund, Schlange und Skorpion sowie den Fackelträgern Cautes und Cautopates. Das Felsrelief befindet sich noch an seinem ursprünglichen Standort. Weitere bei den Ausgrabungen entdeckte Denkmäler, darunter Weihealtäre und Inschriften, wurden aus konservatorischen Gründen in das Soproner Museum gebracht. Im Mithräum selbst sind heute entsprechende Kopien aufgestellt. Einige der Inschriften belegen Verbindungen des Heiligtums zum nahegelegenen römischen Carnuntum. Das 1866 wiederentdeckte und später archäologisch untersuchte Heiligtum zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Zeugnissen des Mithraskultes im westlichen Ungarn.
-
Hl. Maria
Statue der Heiligen Maria an der Südseite der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Frauenkirchen. Das Denkmal stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
-
Kreuzigungsgruppe
Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1759 am Kalvarienberg in Frauenkirchen. Zwei Jahre nach der Zerstörung von Frauenkirchen durch die Türken ließ Paul Esterházy im Jahr 1685 den Kalvarienberg anlegen. Heute ist er gemeinsam mit der Kirche ein stark besuchtes Wallfahrtsziel.
-
Mater Dolorosa
Mater Dolorosa Statue am Kirchenplatz in Frauenkirchen. Das Denkmal aus dem Jahr 1720 zeigt die Schmerzensmutter in sorgenvoller Andacht zum Himmel aufblickend, mit einem Schwert in der Brust.
-
Christusfigur
Die knieende Christusfigur ist Teil der Ölberggruppe in Gattendorf. Sie stammt aus dem Jahr 1830.
-
Engel
Figur eines Engels mit Kreuz und Kelch von der Ölberggruppe in Gattendorf. Die Engelsstatue stammt aus der Zeit um 1830.
-
Franz Liszt
Franz-Liszt-Büste am Hauptplatz von Gattendorf. Die Familie des österreichisch-ungarischen Komponisten (1811-1886) stammte ursprünglich aus dem Dreiländereck zwischen Ungarn, der Slowakei und dem Burgenland. Im Jahr 1840 war Franz Liszt einige Tage Gast im Schloss Gattendorf bei Kasimir Esterházy. Ebenso hatte Liszt eine Tante in Gattendorf, die er öfters besuchte.
-
Hl. Florian
Statue des Heiligen Florian in Gattendorf. Die Figur im Kirchhof stammt aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts.
-
Hl. Nepomuk
Figur des Heiligen Nepomuk nordwestlich des Ortszentrums von Gattendorf. Die Statue stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts, seine Attribute sind vergoldet.
-
Ölberggruppe
Ölberggruppe bei der St. Anna Kapelle südwestlich des Ortes Gattendorf. Sie stellt Jesus dar, davor ihm zugewendet ein Engel mit Kreuz und Kelch in den Händen auf dem Berg. Die Kapelle sowie die ursprüngliche Ölberggruppe stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1830 wurde die Ölberggruppe erneuert, nachdem nur mehr der Rumpf der ehemaligen Christusstatue und der hohe Sockel vorhanden war.
-
Bildstock
Bildstock zu Ehren Maria, Königin des Friedens in Großhöflein. Im oben rundum offenen Bereich befindet sich die Statue der Maria mit ausgebreiteten Armen, die Ihren Mantel schützend über die darunter stehenden Menschen spannt. Im Sockel befindet sich eine kleine Kammer für eine Kerze, davor ein Gitter bestehend aus der Inschrift: MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS BITTE FÜR UNS
-
Hl. Nepomuk
Statue des Heiligen Nepomuk am Kirchenplatz in Großhöflein. Die Figur stammt aus der Zeit um 1730.
-
Kreuz
Jesus am Kreuz, darunter die Heilige Maria. Am Sockel eine Laterne sowie die Jahreszahl 1829. Das kolorierte Denkmal befindet sich an der Ödenburger Straße in Großhöflein.
-
Russisches Kriegerdenkmal
Denkmal in Erinnerung an die gefallenen Soldaten russischer Herkunft am Friedhof in Großpetersdorf. Auf einem dreistufigen Obelisk befinden sich Namen der Opfer.
-
Bootsfahrerdenkmal
Das Bootsfahrerdenkmal von Győr, ungarisch Csónakos fiú, ist eine Bronzeskulptur des ungarischen Bildhauers Iván Paulikovics. Sie wurde 1997 geschaffen und befindet sich in der Baross Gábor utca in der Altstadt. Ursprünglich trug das Werk den Titel „Nosztalgia egy letűnt kor után“ – „Nostalgie nach einer vergangenen Zeit“. Die Figur zeigt einen jungen Mann in einem Boot, der sich mit einem Ruder abstößt. Sie erinnert an die lange Geschichte Győrs als Stadt der Flüsse, wo Donau, Raab und Rábca zusammentreffen. Oft wird sie fälschlich mit dem Hochwasser von 1954 in Verbindung gebracht, tatsächlich symbolisiert sie aber die enge Beziehung der Stadt zum Wasser und zur Schifffahrt. Heute gilt der „Bootsjunge“ als eines der bekanntesten Wahrzeichen von Győr und ein beliebtes Fotomotiv in der Altstadt.
-
Hl. Georg-Brunnen
Der Hl. Georg-Brunnen (Szent György-kút) in Győr ist ein modernes Kunstwerk mit stark symbolischer Wirkung. Im Zentrum steht eine bronzene Figur des Heiligen Georg, der – anders als in traditionellen Darstellungen – nicht heroisch kämpft, sondern ruhig und nachdenklich auf einer Kugel steht. Zu seinen Füßen windet sich ein Drache, der nicht bedrohlich wirkt, sondern fast neugierig zu ihm aufblickt. Diese ungewöhnliche Komposition verleiht dem Brunnen eine besondere, beinahe philosophische Atmosphäre: Sie scheint weniger den Kampf zwischen Gut und Böse darzustellen als vielmehr das Nachdenken über Macht, Mut und Menschlichkeit.
-
Kirchenruine
Im Herzen der ungarischen Stadt Győr, auf dem Káptalandomb, dem Domberg neben der Basilika, liegen die Überreste der frühárpádenzeitlichen Sankt-Lázár-Kirche. Die kleine romanische Kirche wurde vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet und zählt zu den ältesten bekannten Sakralbauten der Stadt. Sie diente einst als Pfarrkirche, bevor größere Gotteshäuser entstanden, und war Teil des frühen kirchlichen Zentrums von Győr. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude durch städtische Umgestaltungen, insbesondere beim Bau der Befestigungsanlagen, weitgehend zerstört. Seine Steine fanden später bei anderen Bauprojekten Verwendung. Erst bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 1981 kamen die Grundmauern und Fundamente wieder ans Licht. Dabei entdeckte man auch Basen von Pfeilern, die auf eine Empore hinweisen. Die freigelegten Überreste wurden von der Nationalen Denkmalaufsicht konserviert und teilweise restauriert, sodass sie heute an ihrem ursprünglichen Ort besichtigt werden können. Die Struktur des Bauwerks zeigt die typische romanische Formensprache: einen schlichten Einraum mit halbrunder Apsis. Bemerkenswert ist, dass die Fundamente rund eineinhalb Meter unter dem heutigen Bodenniveau liegen, was auf die fortlaufende Erhöhung der Stadtflächen im Lauf der Zeit hinweist. Eine Steinplatte vor Ort erinnert daran, dass es sich um die Überreste einer frühárpádenzeitlichen Kirche handelt, die von der Denkmalbehörde ausgegraben und wiederhergestellt wurde. Heute ist die Sankt-Lázár-Kirchenruine frei zugänglich und Teil des historischen Stadtbilds. Sie steht als stilles Zeugnis für die frühe christliche Geschichte Győrs und vermittelt einen Eindruck davon, wie die Stadt im Mittelalter ihre religiösen und kulturellen Wurzeln entwickelte. Wer die Altstadt besucht, findet hier einen eindrucksvollen Ort, an dem sich Vergangenheit und Gegenwart auf engstem Raum begegnen.
-
König Ladislaus I.
König Ladislaus I. – Denkmal in Győr. Ladislaus I. (ungarisch: Szent László, um 1040 – †1095) zählt zu den bedeutendsten Königen des mittelalterlichen Ungarns. Er entstammte dem Geschlecht der Árpáden und bestieg 1077 den Thron. Seine Regierungszeit war geprägt von der Stabilisierung des Reiches nach inneren Machtkämpfen, der Festigung des Christentums sowie der territorialen Festigung an den Grenzen des Königreichs. Ladislaus wurde bald nach seinem Tod als Heiliger verehrt – vor allem wegen seines ritterlichen Ideals, seines Einsatzes für Recht und Ordnung und seiner in Legenden überlieferten Heldentaten, etwa dem Kampf gegen einen Räuber, den er der Sage nach im Zweikampf besiegte. 1192 wurde er offiziell heiliggesprochen. In Győr erinnert ein Denkmal an den verehrten König: eine Statue auf einem massiven Sockel, die Ladislaus I. in heroischer Pose zeigt. Das Monument hebt seine Rolle als Beschützer des Landes hervor und ist Teil des städtischen historischen Erbes.
-
König Ladislaus I.
Das Relief zeigt Ladislaus I. von Ungarn, in Ungarn als Szent László király bekannt, einen der bedeutendsten mittelalterlichen Könige des Landes. Er ist als kämpfender Reiter dargestellt, der auf einem Pferd sitzt und eine Streitaxt erhoben hält. Die Figur wirkt dynamisch und heroisch: Das Pferd ist in Bewegung, der Körper des Königs ist nach vorne gerichtet, als befände er sich mitten im Kampf. Über der Szene erhebt sich ein Engel mit ausgebreiteten goldenen Flügeln, der auf dem oberen Rand des Reliefs steht. Der Engel verleiht der Darstellung eine religiöse Bedeutung und verweist auf die spätere Heiligsprechung des Königs. Unter dem Relief befindet sich die Inschrift „Szent László király“, also „König Sankt Ladislaus“. Die Darstellung nimmt Bezug auf eine bekannte mittelalterliche Legende aus dem Leben Ladislaus’. Der Überlieferung zufolge verfolgte der König während eines Kampfes gegen Kumanen einen Krieger, der eine ungarische Frau entführt hatte. Ladislaus holte den Entführer zu Pferd ein und lieferte sich mit ihm einen Zweikampf, um die Frau zu befreien. Diese Szene – die Verfolgung, der Kampf und die Rettung der Gefangenen – wurde im Mittelalter zu einem beliebten Motiv der ungarischen Kunst und findet sich in zahlreichen Kirchenfresken des Landes. Das Relief greift diese Tradition auf und zeigt den König als idealen christlichen Ritterherrscher: mutig, kämpferisch und zugleich von göttlichem Schutz begleitet.
-
Kriegerdenkmal
Auf der malerischen Radó-Insel in Győr steht das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkriegs (I. világháborús hősi emlékmű), das an die gefallenen Soldaten der Stadt erinnert. Das eindrucksvolle Denkmal wurde vom ungarischen Bildhauer Horváy János entworfen und am 3. Juli 1938 feierlich eingeweiht. Schon 1927 hatte die Stadt ein solches Mahnmal geplant, doch erst nach einem Wettbewerb im Jahr 1936 wurde der Entwurf realisiert. Das Monument besteht aus einem hohen, schlanken Obelisken, der ursprünglich von einer ewigen Flamme bekrönt war. Am Sockel befindet sich eine Figur eines Soldaten, der eine Löwin niederhält. Diese Darstellung symbolisiert den Mut und die Opferbereitschaft der ungarischen Soldaten sowie den Sieg des Guten über das Böse. Mit seiner klaren Formensprache und der aufragenden Gestalt fügt sich das Denkmal harmonisch in die Umgebung der Flussinsel ein und ist von mehreren Brücken aus sichtbar. Der Standort wurde bewusst gewählt: Die Radó-Insel liegt im Herzen der Stadt, umgeben von den Armen der Rába, und dient als ruhiger Ort des Gedenkens. Seit seiner Errichtung ist das Denkmal ein fester Bestandteil der städtischen Erinnerungskultur. Jedes Jahr am letzten Sonntag im Mai, dem ungarischen „Tag der Helden“ (Hősök Napja), versammeln sich Bürger, Soldaten und Vertreter der Stadt zu einer feierlichen Kranzniederlegung, um den Gefallenen zu gedenken. Heute steht das Kriegerdenkmal nicht nur als Symbol für die Opfer des Ersten Weltkriegs, sondern auch als Mahnung zum Frieden. Es verbindet künstlerischen Ausdruck mit historischem Bewusstsein und bleibt ein stiller, aber kraftvoller Zeuge der Geschichte Győrs.
-
Kriegerdenkmal
An der Fassade der Kathedrale von Győr befindet sich ein eindrucksvolles Relief, das an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des 19. Győrer Infanterieregiments erinnert. Es zeigt ungarische Soldaten in einer dramatischen Kampfszene: ein Offizier stürmt entschlossen voran, während hinter ihm erschöpfte und verwundete Kameraden zu sehen sind. Über der Darstellung leuchtet das ungarische Wappen in einem Strahlenkranz – Sinnbild für König und Vaterland. Die Inschrift widmet das Denkmal Seiner Majestät Karl IV., dem letzten König von Ungarn und Regimentsinhaber des 19. Infanterieregiments. Es ehrt die Männer, die in den Jahren 1914 bis 1918 „für Gott, König und Heimat“ gefallen sind, und wurde von ihren Kameraden errichtet. Besonders bewegend ist die abschließende Frage: „Ist das viele Blut umsonst vergossen worden?“, die den Schmerz und die Nachdenklichkeit der Nachkriegszeit eindrucksvoll zum Ausdruck bringt.
