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Maria Immaculata
Kolorierte Marienstatue in Kittsee. Um das Jahr 1770 wurde diese Mariensäule inmitten des Dorfangers errichtet. Die Heilige steht mit gefalteten Händen auf einer halben Erdkugel, die von einer Schlange umwunden wird.
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Putto auf Löwe
Barocke Figurengruppe Putto auf Löwe am Eingangstor in den Schlosspark Kittsee. Das Schloss wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als Meierhof erbaut, und später unter dem aus Siebenbürgen stammenden Johann Listy vergrößert und zu einer Schlossanlage erweitert wurde.
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Putto mit Greif
Barocke Figurengruppe Putto mit Greif am Eingangstor in den Schlosspark Kittsee. Das Schloss wurde Anfang des 17. Jahrhunderts als Meierhof erbaut, und später unter dem aus Siebenbürgen stammenden Johann Listy vergrößert und zu einer Schlossanlage erweitert wurde.
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Engelpause
Skulptur "Engelpause" am Hauptplatz von Klingenbach. Die Skulptur von Michael Kiffmann soll daran erinnern, nicht erst eine Pause zu nehmen, wenn die Erschöpfung naht.
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Hl. Michael
Statue des Heiligen Michael in Klingenbach. Der Erzengel bezwingt in dieser Darstellung den Teufel in Form eines Drachen. Das Denkmal wurde im Jahr 1959 von der Familie Vlasich gestiftet und ist ein Werk der Kunstanstalt Bortolotti.
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Pietá
Pietá auf einem Bildstock in Klingenbach. Die Madonna mit Kind ist teilweise koloriert.
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Pietà
Pietà in Klingenbach. Das Denkmal in der Schulgasse trägt am Pfeiler eine Inschrift mit der Jahreszahl 1898. Das Ehepaar Franta aus Steinbrunn hat an seiner Geschäftsroute nach Ödenburg zum Dank und Andenken diese Statue errichtet.
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Engel
Am Aufgang zur Kalvarienbergkirche von Kőszeg stehen links und rechts zwei barocke Engelsstatuen aus dem 18. Jahrhundert. Die Figuren begleiten und bewachen symbolisch den Weg zur Kirche und markieren den Übergang vom weltlichen in den sakralen Raum.
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Hl. Florian
Auf dem Florianplatz in Güns, dem heutigen Kőszeg, steht ein monumentales Denkmal des heiligen Florian. Die große spätbarocke Figurengruppe entstand um 1809/1810 und erinnert an die besondere Bedeutung des Heiligen als Schutzpatron gegen Feuer und Brandkatastrophen. Der heilige Florian ist erhöht auf einem mächtigen Sockel dargestellt. Die Figur erscheint in der traditionellen Kleidung eines römischen Soldaten und wird von weiteren figürlichen Elementen und Engelsgestalten begleitet. Durch den hohen Aufbau und die reiche plastische Gestaltung hebt sich das Denkmal deutlich von den vielerorts üblichen kleineren Florianstatuen ab. Die Verehrung des heiligen Florian hatte in Güns einen besonderen historischen Hintergrund. Die dicht bebaute Stadt wurde im 18. Jahrhundert wiederholt von schweren Bränden heimgesucht. Besonders verheerend waren die Stadtbrände der Jahre 1777 und 1778. Die Angst vor weiteren Feuersbrünsten prägte das Leben der Bevölkerung nachhaltig. Die Florianverehrung lässt sich in Güns jedoch bereits früher nachweisen. Schon 1721 wurde eine Glocke dem Heiligen geweiht, und im Bereich des damaligen Oberen Stadttores befand sich eine ältere Florianfigur. Nach den großen Bränden ordnete der Stadtrat 1778 sogar an, täglich um 11 Uhr zu läuten. Während des Läutens sollten die Einwohner für den Schutz der Stadt vor weiteren Bränden beten. Das um 1810 errichtete Florian-Denkmal ist somit nicht nur ein religiöses Kunstwerk, sondern auch ein Erinnerungszeichen an die zahlreichen Brände, die Güns in früheren Jahrhunderten bedrohten. Es veranschaulicht die große Bedeutung, die dem heiligen Florian als Beschützer der Stadt und ihrer Bewohner beigemessen wurde.
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Hl. Petrus
Die Statue des heiligen Petrus steht am Aufgang zur Kalvarienbergkirche von Kőszeg und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist Teil der barocken Kreuzwegtradition. Der Heilige ist in einer demütigen, knienden Haltung dargestellt. Seine Hände sind vor der Brust gefaltet, was auf Gebet oder Reue hindeutet. Der Blick ist leicht nach oben gerichtet, als würde er sich an Gott wenden. Er trägt ein schlichtes, fließendes Gewand, das in weichen Falten über seinen Körper fällt. Besonders auffällig sind die Schlüssel am Sockel der Statue – ein klassisches Symbol für Petrus. Sie stehen für die „Schlüssel des Himmels“, die ihm laut christlicher Überlieferung von Jesus übergeben wurden. Der Heilige Petrus war einer der wichtigsten Jünger Jesu und gilt als einer der führenden Apostel des frühen Christentums. Ursprünglich war er Fischer und hieß Simon, bevor Jesus ihn „Petrus“ nannte – was „Fels“ bedeutet. Er wird traditionell als erster Papst angesehen und spielt eine zentrale Rolle in der katholischen Kirche. Trotz seiner großen Bedeutung war Petrus auch ein Mensch mit Schwächen: Berühmt ist die Stelle, an der er Jesus dreimal verleugnet – was seine spätere Reue und Stärke umso bedeutender macht. Seine Symbolik – insbesondere die Schlüssel – steht für Autorität, Verantwortung und den Zugang zum Himmelreich. Petrus verkörpert damit sowohl menschliche Fehlbarkeit als auch Glauben, Reue und Führung.
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Hl. Veronika
Die Statue der heiligen Veronika steht am Aufgang zur Kalvarienbergkirche von Kőszeg und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist Teil der barocken Kreuzwegtradition. Die Heilige ist als stehende Figur mit leicht gedrehter Haltung dargestellt. Sie trägt ein langes, weich fallendes Gewand und einen Schleier über dem Kopf. Mit beiden Händen hält sie vor ihrem Körper ein ausgebreitetes Schweißtuch. Auf diesem Tuch erscheint deutlich das Antlitz Christi mit Dornenkrone – frontal dargestellt, mit langem Haar und ernstem Ausdruck. Das Tuch ist sorgfältig modelliert und bildet den Mittelpunkt der Komposition. Der Überlieferung nach reichte Veronika Jesus auf seinem Weg nach Golgatha ein Tuch, um ihm Schweiß und Blut vom Gesicht zu wischen. Dabei habe sich sein Antlitz wundersam in den Stoff eingeprägt. Dieses sogenannte Schweißtuch der Veronika wurde zu einem bedeutenden Bildmotiv der christlichen Kunst und ist eng mit den Darstellungen des Kreuzwegs verbunden.
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Kalvarienbergkirche
Die Kalvarienkirche von Güns (Kőszeg) liegt weithin sichtbar auf dem Kalvarienberg oberhalb der historischen Stadt und zählt zu ihren markantesten Sakralbauten. Bereits 1686 befand sich auf der Anhöhe ein Kreuz, 1715 wurde eine dem heiligen Donatus geweihte Kalvarienbergkirche errichtet. Nach einer schweren Pestepidemie im Jahr 1712 entstand auf Initiative der Jesuiten schließlich die heutige Kalvarienkirche. Der Grundstein wurde 1729 gelegt, 1734 konnte die Kirche geweiht werden. Der Überlieferung nach trugen die Einwohner von Güns einen großen Teil der benötigten Ziegel selbst auf den Berg. Besonders auffällig ist die barocke, von drei Türmen geprägte Fassade. Vor der Kirche befindet sich eine plastische Kreuzigungsgruppe mit Christus und den beiden Schächern sowie weiteren Figuren aus dem Passionsgeschehen. Das Patrozinium der Kirche ist die Erhöhung des Heiligen Kreuzes. Zur Kirche führt ein steiler Kreuzweg. Bereits im 18. Jahrhundert bestanden hier Passionsstationen. Die heutige Anlage mit vierzehn Stationskapellen entstand 1890 nach Plänen des Wiener Architekten Ludwig Schöne. Zum Ensemble gehörte außerdem ein 1735 errichtetes Einsiedlerhaus, das bis ins 19. Jahrhundert von Eremiten bewohnt wurde. 1947 wurde ein großer Teil der historischen Innenausstattung durch einen Brand zerstört. Die Kirche wurde später wiederhergestellt und zuletzt umfassend restauriert. 2023 konnte die erneuerte Kalvarienkirche feierlich wieder eingeweiht werden. Durch ihre erhöhte Lage, die charakteristische dreitürmige Silhouette und den vorgelagerten Kreuzweg bildet die Kalvarienkirche bis heute eines der bedeutendsten Wahrzeichen von Güns.
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Kapelle
Die 1715 errichtete Kapelle am Kalvarienberg von Kőszeg gilt als frühester massiver Sakralbau an diesem Ort und entstand zeitlich vor der heutigen Kalvarienbergkirche. Sie wurde 1715 neben dem bereits 1686 errichteten Holzkreuz erbaut und steht im engen Zusammenhang mit der intensiven Frömmigkeit nach der Pest von 1712, die in Kőszeg zahlreiche Gelübde und Stiftungen auslöste. Konkrete Namen eines Baumeisters oder Architekten sind für diesen Bau nicht überliefert; in den Quellen wird die Errichtung allgemein dem jesuitischen Umfeld zugeschrieben, das den Kalvarienberg spirituell prägte und wenige Jahre später auch den Bau der Kalvarienbergkirche initiierte. Architektonisch handelt es sich um eine kleine, einschiffige Barockkapelle mit rechteckigem Grundriss, schlicht verputzten, weiß gefassten Mauern und einem steilen Satteldach aus roten Ziegeln. Über dem First erhebt sich ein schlanker Dachreiter mit aufgesetztem Kreuz, der der Kapelle trotz ihrer geringen Größe eine klare vertikale Akzentuierung verleiht. An der Giebelfassade befindet sich über dem Portal eine Datierungstafel mit der Jahreszahl 1715, die den historischen Ursprung des Baus eindeutig dokumentiert. Der Eingang wird über eine kurze, gemauerte Treppe erreicht, deren seitliche Brüstungen den Zugang rahmen; beidseits der Tür stehen kleine barocke Figuren, die den sakralen Charakter zusätzlich betonen. Ein kleines rechteckiges Fenster an der Längsseite sorgt für spärlichen Lichteinfall, was typisch für frühbarocke Andachtskapellen dieser Art ist. In der lokalen Überlieferung wird die Kapelle dem heiligen Donatus zugeschrieben, der in der Region als Schutzheiliger der Weinberge verehrt wird und damit auf die enge Verbindung zwischen religiöser Praxis und dem Weinbau rund um Kőszeg verweist. Die Kapelle bildete den Keim des späteren Kalvarienensembles: Ab 1729 begann, ebenfalls auf Initiative der Jesuiten und finanziert durch Votivgaben der Bevölkerung, der Bau der Kalvarienbergkirche, wodurch die Kapelle ihre Rolle als eigenständiger Andachtsort behielt, zugleich aber Teil eines wachsenden sakralen Gesamtraums wurde.
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König Mátyás (I.) von Ungarn
Das Mátyás-Hunyadi-Denkmal in Kőszeg wurde im Jahr 1935 geschaffen und ursprünglich vor dem Hauptgebäude der damaligen Hunyadi-Mátyás-Militärschule aufgestellt. Gestaltet wurde die Bronzestatue vom ungarischen Bildhauer Székely Károly, der den König als gerüstete Standfigur mit Schwert darstellte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal vom ursprünglichen Standort entfernt und 1953 an seinem heutigen Platz erneut aufgestellt. Die ruhige, aufrechte Haltung der Figur sowie die klare, symmetrische Komposition betonen Würde, Autorität und Rechtsbewusstsein und ordnen das Werk einer historisierenden Denkmaltradition des 20. Jahrhunderts zu. Am Sockel des Denkmals befinden sich zwei bedeutende bildliche Elemente. Zum einen ist dort das Wappen der Familie Hunyadi angebracht, das den charakteristischen Raben mit Ring im Schnabel zeigt. Dieses heraldische Zeichen verweist auf den Beinamen Corvinus und symbolisiert Wachsamkeit, Legitimität und königliche Macht. Zum anderen erinnert eine bronzene Gedenktafel mit der Darstellung des ehemaligen Militärschulgebäudes daran, dass das Denkmal zwischen 1935 und 1945 vor diesem Bau stand. Die Tafel wurde 2005 vom Hunyadi-Baráti Kör angebracht und stellt den historischen Zusammenhang zwischen Denkmal, Ort und ursprünglicher Funktion des Gebäudes wieder her. Die dargestellte Persönlichkeit, Mátyás Hunyadi (1443–1490), im deutschsprachigen Raum als Matthias Corvinus bekannt, zählt zu den bedeutendsten Herrschern Ungarns. Er bestieg 1458 den Thron und führte das Königreich zu politischer Stabilität, militärischer Stärke und kultureller Blüte. Mátyás reformierte Verwaltung und Rechtsprechung, schuf ein schlagkräftiges stehendes Heer und förderte Humanismus und Wissenschaft. In der ungarischen Erinnerung gilt er bis heute als der „gerechte König“, der Macht, Bildung und Verantwortung miteinander verband. Das Denkmal in Kőszeg würdigt ihn nicht nur als historische Figur, sondern auch als Symbol für staatliche Ordnung, Verteidigungsbereitschaft und nationale Identität.
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Kreuzwegrelief
Das gezeigte Relief an der Umfassungsmauer der Kalvarienbergkirche Köszeg stellt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Szene aus dem Kreuzweg Christi dar. Im Mittelpunkt steht Jesus Christus, erkennbar am Strahlenkranz um sein Haupt, in einer Haltung von Müdigkeit und stiller Ergebung. Er wird von mehreren Figuren umgeben, die als römische Soldaten oder Häscher zu deuten sind und ihn antreiben oder bedrängen. Die bewegten Körperhaltungen, die teils aggressiven Gesten und die tief geschnittenen Gewandfalten verleihen der Szene eine starke dramatische Spannung und machen das Leiden Christi anschaulich. Der reich geschwungene, barocke Rahmen mit Voluten und ornamentalem Schmuck hebt die Darstellung wie ein Bildfeld hervor und verweist auf ihre andächtige Funktion. In Verbindung mit den weiteren, entlang der Mauer angeordneten Reliefs ist das Werk eindeutig als Teil eines geschlossen gestalteten Kreuzwegs am Kalvarienberg zu verstehen, der für Prozessionen und persönliche Meditation gedacht war.
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Kreuzwegrelief
Das Relief an der Umfassungsmauer der Kalvarienbergkirche in Köszeg zeigt eine Szene aus dem Leidensweg Christi und ist Teil des entlang der Mauer angeordneten Kreuzwegs. Die unterhalb des Reliefs angebrachte Inschrift „Krisztus Urunk a Főpap előtt“ („Unser Herr Christus vor dem Hohepriester“) identifiziert die Darstellung als die Vorführung Jesu vor den Hohepriester nach seiner Gefangennahme. Im Zentrum steht Jesus Christus, erkennbar am Strahlenkranz um sein Haupt. Er wird von mehreren Figuren umgeben, die als Tempeldiener, Wachen oder Beteiligte des Verhörs zu deuten sind. Während Christus ruhig und gefasst erscheint, vermitteln die ihn umgebenden Personen durch ihre Gesten und Körperhaltungen Bewegung und Spannung, wodurch der Gegensatz zwischen göttlicher Ergebenheit und menschlichem Handeln eindrucksvoll hervorgehoben wird. Die plastisch ausgearbeiteten Gewandfalten und die lebendige Komposition verleihen der Szene eine eindringliche Ausdruckskraft und machen den Beginn des gerichtlichen Leidensweges Christi anschaulich.
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Löwembrunnen
Der Löwenbrunnen in der westungarischen Stadt Kőszeg (deutsch: Güns) wurde im Jahr 1996 aufgestellt und zählt zu den neueren künstlerischen Akzenten im historischen Stadtzentrum. Er befindet sich am Rand des Hauptplatzes und verbindet modernes Kunstschaffen mit der traditionsreichen Geschichte der Stadt. Geschaffen wurde der Brunnen vom ungarischen Bildhauer István Máté, der die plastische Ausführung der Tierfiguren sowie die Reliefgestaltung übernahm. Im Zentrum des Brunnens liegen zwei bronzene Löwen nebeneinander auf einer erhöhten Steinplatte. Die Tiere sind naturalistisch modelliert und wirken zugleich ruhig und kraftvoll; ihre Körperhaltung vermittelt Würde und Wachsamkeit. Der massive Sockel besteht aus hellem Kalkstein und ist an mehreren Seiten mit Bronzereliefs geschmückt. Diese Reliefs greifen heraldische und stadtgeschichtliche Motive auf und stellen einen Bezug zur Identität Kőszegs her. Am Rand der Brunnenplatte ist eine ungarische Inschrift angebracht: „Ne menjen le a nap a te haragoddal“, was übersetzt bedeutet: „Möge die Sonne nicht untergehen über deinem Zorn.“ Dieser biblische Satz verleiht dem Brunnen eine moralische und symbolische Dimension. Der Löwenbrunnen ist damit nicht nur ein dekoratives Wasserelement, sondern ein zeitgenössisches Denkmal, das Stärke, Versöhnung und städtisches Selbstbewusstsein ausdrückt und sich harmonisch in das historische Ambiente von Kőszeg einfügt.
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Miklós Jurisics
Die Statue von Miklós Jurisics befindet sich im Innenhof der Burg Jurisics Castle in der westungarischen Stadt Kőszeg (deutsch: Güns). Das Denkmal erinnert an den kroatisch-ungarischen Militärführer und Diplomaten, der im 16. Jahrhundert im Dienst von König Ferdinand I stand. Geschaffen wurde die Bronzeplastik im Jahr 1963 von dem ungarischen Bildhauer Sándor Mikus. Jurisics wurde um 1490 im heutigen Kroatien geboren und spielte eine entscheidende Rolle in den Grenzkonflikten zwischen den Habsburgern und dem Osmanischen Reich. Berühmt wurde er vor allem durch die Verteidigung von Kőszeg während der Siege of Kőszeg. Im Jahr 1532 griff eine große osmanische Armee unter Sultan Suleiman the Magnificent die Stadt an, die auf dem Weg nach Wien lag. Jurisics verteidigte die Festung mit einer relativ kleinen Garnison von weniger als tausend Soldaten gegen eine deutlich überlegene Streitmacht. Trotz der aussichtslosen Lage gelang es den Verteidigern, die Belagerung mehrere Wochen lang aufzuhalten und schließlich den Abzug der osmanischen Truppen zu erreichen. Der Widerstand verzögerte den Vormarsch der Osmanen erheblich und gilt als symbolischer Erfolg der Verteidiger. Die Statue im Burghof zeigt Jurisics als entschlossenen militärischen Anführer und erinnert an seine Rolle als Verteidiger der Stadt. Sie ist heute eines der wichtigsten historischen Denkmäler von Kőszeg und Teil der kulturellen Erinnerung an die Ereignisse von 1532. In der Stadt wird dieses historische Ereignis bis heute gepflegt; so läuten beispielsweise täglich um 11 Uhr die Glocken, um an das Ende der Belagerung zu erinnern. Damit steht die Statue nicht nur für die Person Jurisics selbst, sondern auch für den Widerstand der Grenzregion gegen das Osmanische Reich und für die historische Bedeutung von Kőszeg als Verteidigungsort an der westlichen Grenze Ungarns.
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Stadtmodell
Das Stadtmodell von Kőszeg ist ein plastisches Modell der mittelalterlichen Stadt und zeigt, wie Kőszeg vor der osmanischen Belagerung im Jahr 1532 ausgesehen hat. Es wurde im Jahr 2012 aufgestellt und befindet sich in der Nähe der Straßenecke Schneller István utca und Táblaház utca. Das Modell stellt die historische Altstadt als dreidimensionale Miniatur dar, einschließlich der Stadtmauern, Türme und der Lage der Burg. Es dient vor allem didaktischen und touristischen Zwecken und hilft Besucherinnen und Besuchern, sich die Struktur und Bedeutung der mittelalterlichen Stadt vor der großen Belagerung besser vorzustellen. Kőszeg selbst ist eine außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterliche Stadt im Westen Ungarns nahe der österreichischen Grenze, die für ihre historischen Gebäude, die Jurisics-Burg und ihren geschlossenen Altstadtkern bekannt ist und oft als „Schmuckkästchen Ungarns“ bezeichnet wird.
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Stephanskrone
Die in Kőszeg aufgestellte Skulptur ist eine plastische Nachbildung der ungarischen Heiligen Stephanskrone und greift deren ikonische Merkmale in vereinfachter, monumentaler Form auf. Die halbkugelige Krone ist umlaufend mit flachen Reliefdarstellungen christlicher Figuren und ornamental gerahmten Bildfeldern versehen, die sich an der mittelalterlichen Emailikonographie des Originals orientieren. Das charakteristisch schräg geneigte Kreuz verstärkt den hohen Wiedererkennungswert und verweist auf die historische Überlieferung. Die Stephanskrone gilt als zentrales Symbol der ungarischen Staatlichkeit und verkörpert seit dem Mittelalter die Einheit von christlichem Glauben, königlicher Legitimität und nationaler Identität. In ihrer reduzierten, klar gegliederten Gestaltung fungiert die Skulptur als zeitgenössisches Erinnerungs- und Repräsentationsobjekt im öffentlichen Raum.
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Dreifaltigkeit
Figurengruppe der Dreifaltigkeit. Die Dreifaltigkeitssäule in Leithaprodersdorf wurde im Jahr 1899 errichtet und gehört zu den historischen Bildstöcken der Region. Gestiftet wurde sie vom aus Steinbrunn stammenden Ehepaar Franta Luka (geb. 1832) und Anna (geb. 1830). Der Stifter war ein erfolgreicher Händler, der im Zuge seiner geschäftlichen Reisen entlang der Route Sopron – Güns – Wiener Neustadt – Bratislava insgesamt rund 30 Bildstöcke errichten ließ. Die Säule in Leithaprodersdorf ist Teil dieses Netzwerks religiöser Kleindenkmäler, das sowohl als Ausdruck persönlicher Frömmigkeit als auch als sichtbarer Hinweis auf die damaligen Handelsverbindungen zu verstehen ist. Heute ist die Dreifaltigkeitssäule als lokales Kulturgut erhalten und in den regionalen Kreuz- & Quer-Weg eingebunden.
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Hl. Maria
Statue der Heiligen Maria mit dem Kind in Leithaprodersdorf. Die Mariensäule, im Ort auch „Ratschenkreuz“ genannt, besteht aus einem quadratischen Pfeiler, auf dem sich die Figur befindet. Die Säule wurde 1726 errichtet und in den Jahren 1961–1962 renoviert. Ihren heute gebräuchlichen Namen verdankt die Mariensäule einer Tradition der Karwoche: Seit den 1950er-Jahren dient sie den Ratschenbuben als Sammelplatz, an dem das Denkmal geschmückt wird und der Brauch des Ratschengehens beginnt oder endet. Dadurch hat sich die Bezeichnung „Ratschenkreuz“ im lokalen Sprachgebrauch fest verankert.
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Kirchenruine
Die Kirchenruine von Leithaprodersdorf gilt als bedeutendstes historisches Wahrzeichen der Gemeinde und prägt das Erscheinungsbild des Ortes seit Jahrhunderten. Die Anlage war ursprünglich eine dreischiffige, mittelalterliche Pfarrkirche, deren Grundriss und Mauerzüge bis heute klar erkennbar sind. Besonders charakteristisch ist die romanische Halbkreisapsis, deren Mauerwerk trotz der Zerstörungen weitgehend erhalten blieb. Die Bauweise zeigt typische Elemente der Romanik, darunter massive Steinquader, schmale Fensteröffnungen und eine klare, funktionale Gliederung des Innenraums. Das Langhaus bestand aus drei Schiffen, die durch Pfeiler oder Säulenstellungen voneinander getrennt waren, wie sie für romanische Dorfkirchen des östlichen Mitteleuropas üblich waren. Reste des südlichen Seitenschiffs und Teile des Chorraums lassen die ursprünglichen Proportionen nachvollziehen. Auch Fundamente und Mauerstärken geben Hinweise auf die einstige bauliche Stabilität und die überregionale Bedeutung der Kirche als Pfarrzentrum. Die Zerstörung erfolgte 1683 im Zuge der Türkenkriege, als der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Ruine blieb danach ungenutzt und verfiel über mehr als zwei Jahrhunderte. Erst 1907 wurden Sicherungsarbeiten vorgenommen, bei denen die erhaltenen Mauern restauriert und statisch stabilisiert wurden. In diesem Rahmen entstand innerhalb der Ruine eine kleine Kapelle, die bis heute für Andachten und besondere Anlässe genutzt wird. Heute steht die Kirchenruine als kulturhistorisches Kernstück im Zentrum der lokalen Identität. Sie ist frei zugänglich, wird regelmäßig gepflegt und dient nicht nur als Erinnerungsort an die mittelalterliche Geschichte Leithaprodersdorfs, sondern auch als markantes architektonisches Zeugnis der Romanik im Burgenland. Die Runie wird auch als Pfefferbüchsel bezeichnet weil der Turm mit seinem Pyramidenhelm an eine Pfefferbüchse erinnerte.
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Pietà
Das Pietà-Denkmal in Leithaprodersdorf zeigt Maria mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus. Gestiftet wurde es 1946 von Josef Menitz aus Dankbarkeit über seine glückliche Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg.
